
Sie sind yachterfahren? Dann surfen Sie weiter, zum Beispiel hier: Lernen Sie uns kennen
Sie sind neu im Segeln und möchten Ihren ersten Segeltörn buchen?
Dann wollen Sie zu Recht wissen, wie eine Yacht aussieht
Zuerst sollten Sie wissen, was eine Yacht ist
Eine Yacht ist ein Ticket in Richtung Überall
Auf der Yacht segeln Sie überall hin. Nehmen Sie sich Zeit dazu
Haben Sie keine Hektik, lesen Sie weiter.
Die Enterprise durchkreuzt den Raum, die Yacht eine Kugelfläche
- Beide verlassen unseren Erdboden. Der Pannendienst ist spärlich. Schiff und Mannschaft sind auf sich allein gestellt.
- Die gute Nachricht: beide haben einen Kapitän. Und auf den ist Verlass.
Ein Schiff ist eine sehr komplexe Einheit
- Die Segel sind der Antrieb, der Schiffsmotor der Hilfsantrieb. Es gibt bequeme Mannschaftsräume für die Besatzung, auch Duschen und Toiletten. Mit Küche und Kühlschrank, Gasofen und Backrohr wird die Crew leiblich versorgt. Hydraulische und elektrische Leitungen durchziehen das Schiff von Topp bis Kiel, Brauch-, Grau- und Schwarzwasserleitungen den Rumpf. An Deck laufen durch Umlenkblöcke geführte Taue und Leinen. Mit den technischen Meisterwerken der Winschen wird Menschenkraft vervielfacht. Moderne Elektronik bietet Satellitennavigation und Kommunikation zum Festland.
Manchmal gilt
- "Houston, we have a problem." Dann ist Kreativität angesagt, denn technische Herausforderungen sind Teil der Raum- und Seefahrt.
Sie buchen einen Erlebnis-Segeltörn und keine Packeis-Nordwestpassage
Aber auch Sie sind auf einem Schiff, und Sie werfen die Leinen los
Sie vertrauen Ihrem Skipper und glauben an sich selbst. Sie sind Crewmitglied auf einer Reise unter neuen Vorzeichen und mit neuen Perspektiven.
Die Yacht ist ein Ticket. Vorübergehend ist sie auch Ihr Zuhause, und sie ist der Boden, auf dem Sie stehen. Sie ist eine wertvolle Zeitlang Ihre Welt.
Schätzen Sie Ihre Yacht
Wie sieht eine Segelyacht aus?
Die meisten unserer Törns finden auf Yachten der Firmen Bavaria und Beneteau statt, aber auch Yachten anderer Hersteller setzen wir ein.
- An Segelboote werden drei grundlegende Erwartungen gestellt: Sie sollen sicher und solide sein, sie sollen ausreichend Raum bieten, um bequem an Bord leben zu können, und natürlich sollen sie auch schnell segeln können.
- Alle modernen Segelboote werden diesen Ansprüchen gerecht. Natürlich gibt es feine Unterschiede: ein Boot mag etwas schneller segeln, ein anderes ist bezüglich Raumauffteilung so konstruiert, dass man zB. im Salon etwas mehr Platz hat und dafür in der Navigationsecke weniger.
- Bezüglich Sicherheit und Stabilität gibt es keine Unterschiede. Alle modernen Yachten sind außerordentlich solide gebaut. Das Baumaterial GFK (Glasfaser-verstärkter Kunststoff) wurde ab den 70ern im Bootsbau eingesetzt und löste Holz- und Stahlbauweisen größtenteils ab. Mit allen Yachten ist es ohne Weiteres möglich, auf weltweite Fahrt zu gehen.
Vor nicht allzu langer Zeit wurde auf Bequemlichkeit beim Segeltörn wenig Wert gelegt.
- Aufgrund der Leichtbauweise durch GFK und durch modernes Yachtdesign ist es heute möglich, Yachten mit außerordentlich viel Platzangebot zu bauen, um auch höheren Ansprüchen an die Lebensqualität gerecht zu werden.
- Im Salon kann man auch untertags liegen und lesen; oder man zieht sich zum Powernapping in die Kabine zurück. Wer lieber mehr Luft um sich hat, streckt sich auf dem Badetuch am Vorschiff-Deck aus.
- Natürlich: ein Segeltörn ist keine Kreuzfahrt und das Platzangebot ist ein Kompromiss. Aber bei einer Schiffslänge von 12 bis 16 Metern, zwei Etagen (Deck und Schiffsbauch), mit Sitz- und Liegemöglichkeiten am Vorschiff und im Cockpit (=wo das Steuerrad steht), im Salon (=Schiffsbauch) und in den Kabinen (=Doppelzimmer) ist immer genug Raum, um auch einmal für sich alleine sein zu können.
Immer im freien Himmel
- Das Schiffsdeck bietet viel Platz, um zu liegen und zu sitzen. Im Heck des Schiffes ist die Plicht (=Cockpit, wo das Steuerrad steht) mit Steuerstand und Sitzgelegenheiten. Meistens gibt es auch einen Cockpittisch.
- Das Platzangebot an Deck ist groß. Sowohl im Hafen als auch am Ankerplatz, aber auch meistens in Fahrt ist es möglich, sich mit oder ohne Badetuch hinzulegen und zu chillen. Ein guter Platz dazu ist das Vorschiff, also der Decksbereich zwischen Mast und Bug.
- Im Cockpit ist das Steuerrad mit Kompass. Auf den Bänken im Cockpit kann man sitzen oder sich auch gut ausstrecken, oder auch im Freien schlafen.
Die Schlafzimmer der Yachten
- Je nach Yachtgröße gibt es fünf, vier oder drei Kabinen. Jede Kabine hat zwei Kojen (Schlafplätze).
- Die Kabinen bestehen aus einem Doppelbett. Bei größeren Yachten gibt es noch eine oder zwei Stockbett-Kabinen.
- Die Kabinen der Segelyachten passen sich der Schiffsform an. Je nach Yachtbauweise sind sie unterschiedlich dimensioniert.
- Bei der Kabineneinteilung nehmen wir auf unterschiedliche Bedürfnisse Rücksicht. Pärchen gehen in Kabinen mit Doppelbetten, Kinder eventuell in Stockbettkabinen. Alleinreisende teilen sich eine Doppelkabine mit einem Crewmitglied gleichen Geschlechts. Bleibt aufgrund der Buchungslage eine Doppelkabine zur Einzelnutzung, entscheiden die Crewmitglieder gemeinsam, wer diese nützt.
Und dort ist auch das Klo
- Je nach Yachtgröße gibt es zwei bis vier Toiletten, immer mit Heißwasserduschen. Nur auf den Dreikabinenyachten gibt es manchmal nur eine Nasszelle.
- Die Nasszellen verfügen über eine Toilette mit meist manueller und selten elektrischer (=störungsanfälliger) Pumpanlage und über ein Heißwasserdusche mit Absaugung. Die Bedienung der Toilettenpumpe und die Absaugung des Duschwassers erklärt der Skipper bei Törnbeginn. Das Thema ist ernst zu nehmen, denn die Wichtigkeit eines funktionierenden Aborts erkennt Mancher erst auf See.
- Die komplette Nasszelle besteht aus Wänden und Boden aus GFK (=glasfaserverstärkter Kunststoff). Darüber liegt eine weiße, glatte und glänzende Schicht aus Kunstharz.
- Auf den meisten Yachten gibt es eine Nasszelle weniger als Doppelkabinen. Irgendwie muss geteilt werden. Das ist aber ein Hafenproblem. Sobald wir segeln und "Lage" haben, das Schiff also schräg steht (das Schiff "krängt"), können wir rein physikalisch sowieso nur die "unteren", also dem Wind abgewandten Nasszellen nützen. Daher heißt es manchmal: teilen und herrschen.
- Es gilt dabei eine grundlegende Prämisse. Schiffstoiletten werden grundsätzlich und ausnahmslos blitzeblank gehalten. Die Reinigung der Nasszelle ist mit ausziehbarem Duschschlauch, Abwasserpumpe und Respekt vor den andern Gästen in Nullkommanix getan.
